Zeitflimmern

Der Zeitreisefilm-Podcast

River - The Timeloop Hotel

Die längsten zwei Minuten deines Lebens

15.07.2026 66 min

Zusammenfassung & Show Notes

Diesmal besprechen wir River - The Timeloop Hotel aus dem Jahr 2023.

Wolfgang und Matthias sind in einer Zeitschleife gelandet, und immer bevor es weiter geht, startet Diese neu. Können unsere Zeitreisenden der Zeitschleife entkommen?

River - The Timeloop Hotel ist ein Film über eine zwei-minütige Zeitschleife im kleinen Ort Kibune, Japan. Im Gegensatz zu anderen Zeitschleifenfilmen, behalten alle Charaktere ihre Erinnerungen und versuchen demnach die zwei Minuten in dem kleinen Hotel so gut zu wie Möglich zu nutzen. Wird es Ihnen gelingen, die Zeitschleife zu durchbrechen? Finden wir es gemeinsam heraus.

Kennt ihr den Film und wie ist eure Meinung dazu?

Links aus der Sendung
Wenn dir der Podcast gefällt, dann empfehle ihn doch weiter oder bewerte ihn bei Apple Podcasts. Am liebsten natürlich mit einer kleinen Rezension. Hier gehts zu Apple Podcasts.

Für diese Folge von Zeitflimmern gibt es ein vollständiges Transkript. Dieses Transkript wurde automatisiert erzeugt und nicht nachbearbeitet oder korrekturgelesen. Es wird daher sicher Fehler enthalten. Das Transkript ist als Ergänzung zu verstehen, um beispielsweise die Inhalte durchsuchbar zu machen. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort aus der Folge.

Zeitflimmern auf anderen Kanälen
Credits
Host & Produktion: Wolfgang Schoch & Matthias Engel
Soundeffekte von https://pixabay.com/

Transkript

Matze
00:00:00
Wie lange soll das noch so weitergehen?
Wolfgang
00:00:02
Das waren jetzt bestimmt fünf Schleifen und...
Matze
00:00:04
Wow!
Wolfgang
00:00:07
Schon wieder.
Matze
00:00:08
Ob wir jemals hier wegkommen?
Wolfgang
00:00:10
Das hoffe ich sehr. Aber dafür muss diese Zeitschleife durchbrochen werden.
Matze
00:00:15
Ob wir die Leute in diesem Hotel unterstützen könnten?
Wolfgang
00:00:19
Wir sollten nicht in die Zeit eingreifen.
Matze
00:00:32
Hallo und herzlich willkommen zu Zeitflimmern, eurem Zeitreise-Film-Podcast. Ich bin Matthias und bei mir ist… Wolfgang.
Wolfgang
00:00:41
Hi Matthias. Es ist schön, mal wieder mit dir zu quatschen. Und ich habe gerade auf die Kalender geschaut bei mir. Es ist ein bisschen her, dass ich hier zu hören war.
Matze
00:00:52
Ja, das stimmt. Wir hatten dazwischen eine Special-Folge, kommen auch noch mehr. Und ja, das Leben spielt halt rein. Ich hätte es ja auch bei Instagram gepostet. Manchmal ist es so, dass man halt dann es nicht schafft aufzunehmen. Aber wir haben es geschafft, wir haben den Film geguckt und können jetzt drüber reden.
Wolfgang
00:01:11
Ja, genau, ich freue mich drauf. Und ja, du hast es gerade schon gesagt, es ist einfach vor allem auf meiner Seite in den letzten Wochen ziemlich viel los gewesen oder vielleicht auch in den letzten Monaten. Und deswegen freue ich mich insbesondere, dass wir es trotzdem geschafft haben, den Film anzuschauen, über den wir heute sprechen. Ja, und das, was wir es jetzt geschafft haben, uns heute zu treffen, um darüber zu sprechen.
Matze
00:01:36
Ich mich auch tatsächlich. Es war ja auch noch warm dazwischen, das muss man auch bedenken. Man muss es nochmal verschieben, weil es wirklich zu warm war zum Aufnehmen.
Wolfgang
00:01:47
Ich wohne in Karlsruhe und das ist wirklich der Hotspot Deutschlands, vor allem temperaturtechnisch. Wir hatten tatsächlich diese 40 Grad, als diese große Hitzewelle kam. Und ich glaube, man muss dazu sagen, die große Hitzewelle Juni 2026, weil in der Zukunft wird es vielleicht noch häufiger Hitzewellen geben. Aber da war es so heiß, dass einfach gar nichts möglich war. Also Atmen war noch so halbwegs okay hier, aber so Kontakt mit elektronischen Geräten war mir einfach zu gefährlich, weil es da vielleicht einen Kurzschluss gibt oder so.
Matze
00:02:20
Ja, aber wer weiß, ob es in Zukunft nicht noch wärmer und heißere Sommer und heißere Temperaturen gibt, könnte darauf zustremen, wenn man das so anguckt.
Wolfgang
00:02:28
Ja, ja, vielleicht werden wir in der Zukunft sagen, in irgendeiner Zukunft, oh, kannst du dich noch erinnern an 2026? Das war ja noch so ein richtig kaltes Jahr.
Matze
00:02:39
Oh ja, das könnte durchaus passieren. Aber na gut, zurück zum Film, würde ich sagen.
Wolfgang
00:02:45
Ja.
Matze
00:02:45
Welchen Film gucken wir denn heute oder haben wir geguckt, den wir heute besprechen?
Wolfgang
00:02:50
Du hast ihn ausgesucht, Matze, und ich kannte den Film vorher noch nicht. Und ja, er heißt River, the Time Loop Hotel. Und da du den Film ausgesucht hast, vielleicht mal direkt die Frage an dich. Wie bist du auf den Film gekommen? Kanntest du den schon vorher oder bist du da zufällig drüber gestolpert, als du auf der Suche nach einem Zeitreisefilm warst?
Matze
00:03:12
Tatsächlich war es so, dass ich einen Podcast über das andere Projekt von dem Regisseur gehört, bei Data Seinem Hals.
Wolfgang
00:03:21
Ja.
Matze
00:03:22
Das war der Film, der zweite ist Behind the Infinity Two Minutes.
Wolfgang
00:03:29
Ja.
Matze
00:03:31
Das ist der Film, wo die, ich glaube, den hast du gesehen, glaube ich, hast du gesagt, ne? Das ist der, wo die den Fernseher haben und einer ist zwei Sekunden Minuten in der Zukunft, einer ist zwei Minuten in der Vergangenheit.
Wolfgang
00:03:40
Den habe ich gesehen. Ich würde sagen, cooler Film, aber nicht, wenn man sich abends mal was zum Entspannen anschauen möchte. Dann schlechte Wahl.
Matze
00:03:50
Auf jeden Fall habe ich darüber einen Podcast gehört und habe dann geguckt, was gibt es denn eigentlich noch. Und dann habe ich den anderen Film gesehen, habe ihn mir angeguckt, fand ihn sehr cool und dachte mir, den könnten wir eigentlich hier bringen. Und habe ihn dann ausgesucht.
Wolfgang
00:04:03
Ja, und ich kannte den noch nicht, wie gesagt, und ohne jetzt vielleicht schon das Fazit vorab irgendwie zu nehmen, ich fand den ganz gut.
Matze
00:04:14
Sehr schön. Ja, aktuell, wenn ihr den Film noch gucken wollt, bevor wir jetzt drüber sprechen, weil wir spoilern ja wie immer, ihr könnt den Film bei Amazon leihen und bei Apple TV leihen. Kann sein, meine Quellen sind schon ein bisschen älter. Vielleicht habe ich sie nicht ganz aktualisiert. Vielleicht findet ihr noch woanders im Internet, wenn ihr danach sucht.
Wolfgang
00:04:36
Ja, ich glaube, wir haben den bei Amazon Hammond, glaube ich, angeschaut, oder?
Matze
00:04:39
Genau, wir haben den bei Amazon angeschaut. Genau. Und dann gibt es noch die Filmfakten. Regie hat Junta Yamaguchi geführt und das ist, wie gesagt, sein zweiter Film. Sein erster war Behind the Infinity Two Minutes und das ist, wie gesagt, ebenfalls eine Art Zeitreise-Film.
Wolfgang
00:04:59
Ganz kurz, Matze, muss ich unterbrechen, der heißt Beyond the Infinite Two Minutes, nicht Behind.
Matze
00:05:04
Ja, oh Herr Beyond. Genau, sorry. Der Film wurde auch nicht im Studio gedreht, sondern komplett online location, im historischen Restaurant Gasthaus Fujitscha, sowie im Kifune-Schrein. Der Drehort ist im verschneiten bergigen Ötchen-Kibune in der Präfekt, Ja.
Wolfgang
00:05:39
Matze, dann lass uns doch mal einsteigen. Vielleicht kannst du uns mal zusammenfassen, um was es in dem Film eigentlich geht.
Matze
00:05:49
Natürlich kann ich machen. River the Time Loop Hotel spielt in einem kleinen japanischen Bergdorf, genauer gesagt in einem traditionellen Hotel am Fluss. Der Film beginnt mit einer jungen, etwas ungewöhnlich gekleideten Frau, die am Fluss betet. Zu diesem Zeitpunkt weiß man noch nicht, wer sie ist oder welche Rolle sie später spielen wird. Aber sie wirkt sofort wie jemand, der nicht ganz in diese Welt gehört. Danach lernen wir das Hotel und seine Bewohner kennen. Da sind zum einen die Gäste, der Schriftsteller Obata, der unter massivem Druck steht, weil seine Deadline näher rückt, und sein Verleger Sugiyama, der dringend auf das fertige Manuskript wartet. Außerdem sind zwei Freunde im Hotel, Nomia und Kusumi, die sich eigentlich einfach einen gemütlichen Aufenthalt mit gutem Essen machen wollen. Im Zentrum stehen aber vor allem die Angestellten des Hotels. Mikoto ist die wichtigste Figur der Geschichte. Dazu kommen Taku, ein junger Kochlehrling, ihre Kollegin Chino, die Chefin Kimi, der Manager Banto, der Küchenchef und Aichi aus der Küche. Am Anfang wirkt alles noch wie ein ganz normaler Arbeitstag. Die Gäste werden bedient, in der Küche wird gearbeitet, Taku will sich kurz ausruhen, der Verleger nimmt ein Bad und Mikoto soll aufräumen. Bevor sie das tut, steht Mikoto am Fluss und blickt ins Wasser. Danach unterhält sie sich mit Banto. Es geht um ein Kongress, bei dem offenbar ein verdächtiger Gegenstand auf einer Toilette gefunden wurde und auch um private Dinge, etwa Bantos Tochter und deren jüngeren Freund. Dann tragen die beiden Geschirr hinaus und plötzlich steht Mikoto wieder am Fluss. Alles beginnt von vorne. Zuerst ist das natürlich verwirrend. Mikoto und Bantoro merken als Erste, dass sie dieselben zwei Minuten erneut erleben. Kurz darauf verstehen auch die anderen, dass sie in einer Zeitschleife feststecken. Shino verzweifelt daran, dass der Sake immer wieder kalt wird. Die beiden Freunde wundern sich, dass ihr Reis sich in jeder Schleife wieder auffüllt. In der Küche ist das Geschirr jedes Mal wieder dreckig. Der Schriftsteller kann nicht schreiben, weil seine Arbeit immer wieder verschwindet und der Verleger sitzt ständig im Badfest, nur mit einem Handtuch bekleidet, weshalb die Angestellten ihn lieber dort behalten wollen. Relativ schnell versuchen alle, das Phänomen zu begreifen. Einer der Küchenmitarbeiter erklärt, er sei Naturwissenschaftler und analysiert die Lage. Die Schleife dauert exakt zwei Minuten. Sie scheint nur lokal zu sein, also auf die direkte Umgebung begrenzt. Gleichzeitig verändert sich die Welt aber trotzdem weiter, denn zwischendurch beginnt es zu schneien. Daraus entsteht die Vermutung, dass die Zeit außerhalb dieser kleinen Schleife normal weiterläuft. Seine Empfehlung lautet deshalb, alle sollen sich möglichst normal verhalten, weil die Zeit jederzeit weitergehen könnte. Natürlich funktioniert dieses Normalverhalten nur bedingt. Denn je länger die Schleife dauert, desto mehr brechen die Figuren aus ihren Rollen aus. Der Schriftsteller langweilt sich, weil er nicht arbeiten kann und beginnt, Dinge kaputt zu machen. Die beiden Freunde fangen an, sich zu streiten, weil sie endlich aussprechen, was zwischen ihnen schon länger unausgesprochen war. Ein Nachbar kommt vorbei und berichtet, dass bei ihm in jeder Schleife sein Chef von einem Angestellten erstochen wird und neue Gäste, die eigentlich ankommen sollen, kommen in jeder Wiederholung von der Straße ab. Währenddessen rücken Mikoto und Taku immer stärker in den Mittelpunkt. Taku hat am Anfang von all dem kaum etwas mitbekommen, weil er sich hingelegt und Sprachübungen gehört hat. Später erfahren wir, er will nach Frankreich gehen, um dort französische Küche zu lernen. Für Mikoto ist das ein Problem, denn sie ist in ihn verliebt und möchte nicht, dass er geht. Mikoto glaubt deshalb irgendwann, dass sie selbst die Zeitschleife ausgelöst hat. Sie erzählt Taku, dass sie sich vom Wassergott gewünscht habe, der Fluss möge rückwärts fließen. Im Grunde hat sie sich gewünscht, dass die Zeit nicht weitergeht, weil sie Angst hat, Taku zu verlieren. Für sie ist die Schleife also nicht nur ein Science-Fiction-Problem, sondern auch ein emotionales. wenn die Zeit stillsteht, muss sie sich nicht mehr damit abfinden, dass Tarko geht. Shinobu kommt das Gespräch mit und erzählt den anderen, dass Mikoto schuld an allem sei. Daraufhin versuchen Mikoto und Tarko, der Schleife zu entkommen. Sie gehen nach Norden, nach Süden, versuchen es mit dem Auto und sogar über den Fluss, aber es funktioniert nicht. Alles setzt sich immer wieder zurück. Dabei begegnen sie auch einem Jäger aus der Gegend, der glaubt, die Zeitschleife sei im Fluch. Als Wilkote und Tarko das zunächst nicht richtig ernst nehmen, erschießt er sich in eine der nächsten Schleifen. Auch der Schriftsteller stirbt einmal, indem er aus dem Fenster springt. Beide leben natürlich in den nächsten Schleifen wieder. Gegen Ende löst sich vieles wieder auf. Der Jäger kann überzeugt werden, dass er nicht verflucht ist, sondern tatsächlich in einer Zeitschleife steckt. Die beiden Freunde vertragen sich wieder, das Auto mit den neuen Gästen kommt nicht mehr von der Straße ab und Mikoto ist schließlich bereit, die Zeit weiterlaufen zu lassen. Sie akzeptiert, dass Tarko nach Frankreich gehen will. Aber damit ist die Schleife noch nicht beendet. Interessanterweise glauben plötzlich mehrere Figuren, sie könnten selbst eine Ursache sein. Der Schriftsteller, weil ihn der Druck seiner Arbeit belastet, einer der Freunde, weil es seiner Firma schlecht geht und er sich wünscht, die Zeiten bestehen bleiben, der andere, weil er die gemeinsame Zeit mit seinem Freund nicht verlieren möchte. Die wirkliche Ursache ist schließlich die junge Frau vom Anfang. Sie ist keine normale Besucherin, sondern eine Zeitreisende von der Time Patrol. Ihre Zeitmaschine ist eingefroren, weil sie zu lange in dieser Zeit geblieben ist, um ein Paradoxon zu verhindern. Sie war wegen des verdächtigen Gegenstands auf dem Kongress in dieser Zeit. Am Ende müssen alle zusammenarbeiten. Die Zeitmaschine wird mit Bioöl wieder in Gang gebracht. Der Jäger hilft dabei, dem Motor die nötige Energie zu geben. Und schließlich kann die Zeitreisende zurück in ihre eigene Zeit. Damit endet die Zeitschleife. Für Mokuto bedeutet das, dass sie die Zeit nicht mehr festhalten kann. Tako wird nach Frankreich gehen, aber sie hat gelernt, dass sie ihn durch Stillstand nicht bei sich behalten kann. Stattdessen entscheidet sie sich, auf ihn zu warten.
Wolfgang
00:12:01
Ja, vielen Dank. Also ich finde, du hast es gut zusammengefasst. Bei dem Film ist es so, man kann natürlich jetzt im Detail extrem viel drüber sprechen. Denn es gibt relativ viele von diesen zweiminütigen Time Loops. Weißt du zufällig, wie viele das sind? Hast du da mitgezählt?
Matze
00:12:19
Das habe ich tatsächlich gar nicht gemacht. Das hätte ich machen sollen.
Wolfgang
00:12:22
Aber ich würde sagen, sicherlich um die zehn vielleicht. Sogar mehr. Ja, man sieht ja auch nicht jeden Time Loop immer komplett. Ihr kennt das wahrscheinlich aus anderen Filmen, wo es solche Zeitschleifen gibt. Da sieht man ja klassischerweise am Anfang die Zeitschleife so einmal komplett und dann sieht man auch immer nur Teile von den nachfolgenden Zeitschleifen. Also wahrscheinlich sind es mehr als 10, vielleicht sind es 15 oder vielleicht auch noch mehr. Und da kann man natürlich jetzt schon, finde ich, im Detail über jeden Aspekt sprechen. Ich glaube allerdings, dass man da nicht so gut folgen kann, wenn man es sich anhört. Weil viele Dinge funktionierten da für mich vor allem auch so über die Bildsprache. Dass man Dinge gesehen hat, dass da gar nicht so viel drüber gesprochen wurde. Ich finde es ein lustiger Film, dass man auch geschmunzelt hat, weil man eben gewisse Dinge sah und dann nochmal, nochmal, nochmal, nochmal sah und die jedes Mal ein bisschen anders waren.
Matze
00:13:19
Das stimmt natürlich, aber ich muss dich korrigieren.
Wolfgang
00:13:22
Ja.
Matze
00:13:22
Die Loops sind wirklich jeder exakt zwei Minuten lang.
Wolfgang
00:13:25
Wirklich?
Matze
00:13:26
Das haben nämlich die Trivia-Facts rausgebracht. Der Regisseur hat extra mit einer Stopp-Uhr am Set gestanden, dass das genau zwei Minuten geht. Und egal wie gut die Szene war, die die geschauspielert haben, wenn es so eine Sekunde zu lang war, haben sie nur eingedreht.
Wolfgang
00:13:39
Okay, das finde ich jetzt aber richtig krass, denn das wusste ich nicht. Und in meiner Erinnerung, da hätte ich jetzt wirklich sagen können, dass das so dieser Klassiker ist, dass man da immer mal ein bisschen mehr, ein bisschen weniger sieht. Das finde ich sehr beeindruckend und sehr spannend, dass da meine Wahrnehmung anscheinend komplett falsch ist.
Matze
00:13:59
Ja, aber ich muss sagen, so an sich, der Film, hat echt Spaß gemacht und auch die Charaktere waren echt gut gewählt, die waren gut rübergebracht. Jeder hat so, weiß nicht, so seine Eigenarten gehabt. Auch zum Beispiel dieser, Schriftsteller, der dann probiert zu sterben. Einfach aus dem Fenster springt, um einmal zu gucken, wie es ist zu sterben. Ich meine, es hätte ja auch einfach weitergehen können, die Zeit. Das weiß er ja nicht. Und trotzdem schützt er sich da aus dem Fenster, Fand ich schon heftig.
Wolfgang
00:14:32
Ja, ich fand die ganzen Charaktere gut und auch die konnte man gut abgrenzen. Also du hast schon irgendwie gemerkt, jeder Charakter ist halt anders. Jeder Charakter ist auch auf seine Art und Weise vielleicht ein bisschen skurril. Und was ich da aber anmerken möchte ist, das ist halt ein japanischer Film. Und ich gucke sowas gerne an, japanische Sachen. Ich schaue mir auch gerne koreanische Sachen an. Aber in meinem Empfinden sind vor allem so japanische Sachen schon von der Machart immer ganz anders wie europäische oder vielleicht auch wie westliche Sachen. Und ich kenne auch Leute, die mit sowas gar nichts anfangen können, weil sie sagen, hey, das ist irgendwie komisch geschauspielert oder teilweise so ein bisschen overacting oder teilweise halt einfach ganz anders, wie wir es halt von unseren hier lokalen Medien kennen. Ähm. Und wie gesagt, ich mag das und ich fand es richtig cool, weil diese Charaktere, jeder Charakter, man hatte ja auch so Pärchen, es gibt ja diese zwei Freunde, die da in diesem Hotel abgestiegen sind und die gerade beim Essen sind. Und die sind ja dann zu zweit so und die bilden für mich aber auch zusammen einfach so eine kleine Einheit. Die sind auch super skurril. Also man hat diese Zeitschleifen und das Coole daran ist ja, dass die Leute sich immer daran erinnern, dass die Zeit quasi zurückgesetzt wurde. Aber alle anderen Dinge setzen sich zurück und ich fand diese eine Szene ganz cool. Wo dann der ein, also ich kriege die Namen leider nicht zusammen, weil mein Gedächtnis schlecht ist, Aber diese eine Szene, wo der eine dann immer merkt oder der eine merkt, ah, okay, der Reis füllt sich ja immer auf und ich kann jetzt endlos essen und quasi mein Magen, der wird ja immer wieder leer. Das heißt, ich muss nichts dafür bezahlen und ich kann jetzt endlos essen und es gibt endlos viel Nachschlag im Prinzip. Und die sind so skurril irgendwie. Also hat mir echt mega Spaß gemacht.
Matze
00:16:29
Auch der Verleger.
Wolfgang
00:16:31
Ja.
Matze
00:16:31
Ich meine, das ist halt auch so eine kulturelle Sache, glaube ich. Jetzt in einem deutschen Film oder einem amerikanischen Film wäre es wahrscheinlich nicht so schlimm, wenn er da rauskommen würde und nur mit dem Handtuch begleitet.
Wolfgang
00:16:42
Ja.
Matze
00:16:42
Das ist schon japanisch traditionell, dass halt unterbunden wird von dem Hotel, dass er da rauskommt.
Wolfgang
00:16:51
Ja, das ist auch das, was ich vielleicht vorhin so ein bisschen meinte, dass solche Filme von ihrer Machart ein bisschen anders sind und dass man sich darauf einlassen muss, um das auch so komplett irgendwie genießen zu können oder den Spaß da auch, den ganzen Filmgenuss auch so ein bisschen für sich rausziehen zu können. Ich finde, im europäischen Bereich macht es keinen so richtig großen Unterschied. Wenn ich mir jetzt einen Film aus Deutschland anschaue oder vielleicht einen aus Frankreich, die sind schon ein bisschen unterschiedlich, aber nicht so komplett anders. Das ist halt europäischer Film dann.
Matze
00:17:24
Wie gesagt, das merkt man, wenn man jetzt wirklich sagt, okay, ich kann damit nichts anfangen, dann sollte man ihn nicht gucken.
Wolfgang
00:17:30
Ja.
Matze
00:17:31
Klar.
Wolfgang
00:17:31
Ja.
Matze
00:17:32
Aber ich finde, er lohnt sich einfach, weil er macht halt viel in den zwei Minuten. Und was du schon gesagt hast, dass sie sich immer wieder daran erinnern können, Und was vorher passiert ist, das ist halt auch mal was Neues. Weil meistens hast du einen Charakter, der kann sich immer wieder erinnern.
Wolfgang
00:17:45
Und täglich grüßt das Murmeltier. Klassiker, oder?
Matze
00:17:48
Ja, genau. Und da hast du halt wirklich, alle können sich daran erinnern, alle versuchen, das Beste draus zu machen. Und am Ende klappt es ja auch, das Beste draus zu machen. Sei es die Leute, die ins Hotel kommen sollen, die immer wieder auf der Fahrbahn abkommen, die schaffen es. Der eine schafft es, dass sein Chef nicht abgestochen wird. Der kommt ja da blutend einmal an und sagt, mein Chef wird jedes Mal abgestochen. Die schaffen es, dass es nicht passiert. Also versuchen schon viel zum Guten zu wenden, was dann halt auch gut klappt.
Wolfgang
00:18:21
Welche Charaktere fandest du am interessantesten oder am witzigsten in dem Film?
Matze
00:18:27
Also am witzigsten definitiv die beiden Freunde.
Wolfgang
00:18:29
Die beim Essen waren da?
Matze
00:18:31
Ja, auch schon wie sie sich da. oder der Schriftsteller auch, wie er dann da im Hotelzimmer sitzt und da die Löcher in den Photon da rein macht. Das ist sehr entspannt. Sollten Sie auch mal versuchen. Und bei dir?
Wolfgang
00:18:47
Also bei mir waren es definitiv auch die zwei Freunde, die beim Essen waren, weil ich das so witzig fand. Liegt vielleicht einmal in süddeutschen Wurzeln. Bei uns spart man ja auch gerne und freut sich, wenn es was umsonst gibt. Und vielleicht lag es auch ein bisschen daran, dass ich gerade diese Szene lustig fand, wo der eine halt quasi für sich so feststellt, oh, es gibt hier alles gratis. Ich kann so viel essen, wie ich möchte. Es wird nie weniger und ich muss nichts dafür extra bezahlen. Die fand ich sehr, sehr witzig, das mit dem Reis. Dann natürlich fand ich auch witzig die Szene mit dem Sake, der ja angewärmt wird, also den trinkt man ja warm. Und man braucht eine gewisse Zeit, bis er warm ist, aber die zwei Minuten reichen halt nicht aus. Und da hast du diese Verzweiflung so ein bisschen, so Mist, wir können jetzt nie wieder warmen Sake trinken. Das fand ich auch sehr, sehr lustig.
Matze
00:19:37
Ich fand auch den Küchenchef ziemlich lustig, wo er meinte, wenn ich jetzt aufs Klo gehe, kommt das dann wieder in meinen Körper zurück.
Wolfgang
00:19:46
Ja, stimmt, stimmt, stimmt. Ja, und generell fand ich es halt cool, dass wir hier, so eine Zeitschleife haben, die nur zwei Minuten dauert. Weil ich finde, in vielen Filmen, in denen es solche Zeitschleifen gibt, dauern diese Schleifen halt schon relativ lang. Oftmals einen Tag oder mehrere Stunden. Und wenn du jetzt eine Schleife hast, die den ganzen Tag dauert, kannst du halt super viel machen. Da passiert irgendwas und dann machst du, keine Ahnung, morgens machst du irgendwas und es hat eine Auswirkung auf den Abend oder so. So wie zum Beispiel, also in täglich grüßt das Murmeltier, das ist so einer meiner Lieblingsfilme, den finde ich echt super. Und du merkst ja in dem Film ganz am Ende dann, dass Bill Murray dann wirklich alles genau durchdacht hat, wie muss er den ganzen Tag so gestalten, dass alles gut wird. Und da hast du halt super viel Gestaltungsfreiraum. Und bei zwei Minuten hast du es nicht. Bei zwei Minuten musst du halt wirklich kreativ sein, dass du da einen Film machst, der, ich glaube, der dauerte ja auch so ungefähr Stunde 20, Stunde 30 so um den Dreh, war ja jetzt kein Kurzfilm. Und um so eine lange Zeit zu füllen, da musst du ja schon viel überlegen, dass es nicht langweilig wird. Und langweilig fand ich ihn überhaupt nicht. Und was ich auch cool fand in dem Film, es tauchen ja dann auch Stück für Stück neue Figuren auf. Also du hast am Anfang dieses Grundsatz, du hast diese, wie heißt sie, Mieko, die da an diesem Fluss steht?
Matze
00:21:07
Mikoto.
Wolfgang
00:21:08
Mikoto, ja, war ich nah dran. Ich lasse es jetzt mit den Namen. Du hast die Frau, die am Fluss steht und dann kannst du ja, oder siehst du von ihr ausgehend, wen gibt es denn da noch in dem Hotel? Und du kriegst den Küchenchef und die zwei Freunde, die essen und den Schriftsteller. Aber dann kriegst du noch mit, oh, es gibt auch noch ein Nachbarhaus. Und um mit den Leuten zu kommunizieren, muss man rüberlaufen. Und da ist ja der Wissenschaftler, der ist im Nachbarhaus, glaube ich, oder?
Matze
00:21:33
Genau, das ist auch einer von der Küche. Er sagt, der wäre ja auch Naturwissenschaftler.
Wolfgang
00:21:38
Stimmt, stimmt, stimmt. Aber dann müssen sie gucken, hey, wir müssen schnell rüberrennen. Ah, wir schaffen es nicht hoch zu dir ins Zimmer. Wir müssen uns dann im Erdgeschoss treffen, damit wir noch ein bisschen Zeit haben. Und relativ am Ende kommt ja dann noch dieser Jäger. Den findest du irgendwann, glaube ich, erst so im letzten Drittel oder im letzten Viertel vom Film, also nochmal eine neue Figur. Und das fand ich eigentlich auch ganz charmant, dass da immer noch ein bisschen was Neues dazu kommt. Ja, wir müssen auch über das Ende reden, glaube ich. Wie fandest du das Ende, Matze?
Matze
00:22:11
Es ist ein bisschen abgedreht, auf jeden Fall.
Wolfgang
00:22:14
Aber ein bisschen, ein bisschen, mit Anführungszeichen.
Matze
00:22:20
Ihr habt es in der Story ja schon gehört. Es ist eine Zeitreiseagentin, die eine kaputte Zeitmaschine hat, die dadurch die Zeitsteife auslöst, um keine Zeitanomalie auszulösen. Ja. Ja, also es war verrückt, aber irgendwie mochte ich es.
Wolfgang
00:22:37
Ja, ich finde, das passt halt in diesen schrulligen Film irgendwie rein. Also du hast echt so ein paar schrullige Charaktere und diese Auflösung passt da schon irgendwie. Ich meine, du hättest auch sagen können, dass die Hauptfigur da an dem Fluss dann tatsächlich jetzt dann nochmal mit dem Wassergeist irgendwie kommuniziert und dass der auftaucht und sagt, okay, dann machen wir es jetzt anders. Wäre ähnlich, glaube ich, gewesen. Also so sondern in Anführungszeichen vernünftige Auflösung. Da fehlt mir die Fantasie. Wie hätte die aussehen sollen?
Matze
00:23:07
Es hätte ja irgendein Phänomen oder es hätte wirklich das sein müssen, dass sie sich wünscht, dass die Zeit nicht weitergeht, damit sie mehr Zeit mit Tarko hat.
Wolfgang
00:23:16
Ja.
Matze
00:23:16
Mikoto. Das wäre die einzige noch zulässige Lösung gewesen, dass der Wassergott halt tatsächlich ihren Wunsch erfüllt hat und die Zeit immer wieder zurückgesetzt hat, damit sie nicht vergeht.
Wolfgang
00:23:29
Ich glaube, das hätte ich ein bisschen zu ernst gefunden, weil jetzt die Auflösung mit dieser Zeitagentin, die ist so ein bisschen abgedreht und am Schluss ist es ja so, dass, wie hieß er, Taco, der geht ja dann doch nach, also wir haben ja diese Liebesgeschichte oder was heißt Liebesgeschichte, sie ist in ihn verliebt und er möchte ja dann nach Paris gehen, um da zu lernen und deswegen ist er traurig dann und er geht ja dann trotzdem, Aber sie sagt sich ja dann am Schluss, okay, dann warte ich auf dich. Also es ist schon ein Happy End irgendwie. Und ich glaube, zu dem Wassergott zu sagen, okay, ich vergesse meine Gefühle und meine Liebe, das hätte da nicht gut reingepasst. Das hätte ich, glaube ich, eher so ein bisschen traurig gefunden dann.
Matze
00:24:14
Aber ich muss auch sagen, auf der anderen Seite, durch die Zeitschleife hat, Mikoto, finde ich auch, dann halt auch gelernt loszulassen. Dass sie es wirklich geschafft hat, durch die Unterhaltung mit Tarko, wie wichtig ihm das ist, hat sie es halt geschafft, loszulassen. Ich glaube, wenn die Zeitschleife nicht da gewesen wäre, wäre es schwerer für sie gewesen, auf jeden Fall.
Wolfgang
00:24:38
Was lernen wir daraus? Wir brauchen, wenn es Probleme gibt, ab und zu mal eine Zeitschleife, um wirklich uns klarzumachen, was wir eigentlich möchten und was das bedeutet.
Matze
00:24:49
Und wenn sie auch nur zwei Minuten lang ist.
Wolfgang
00:24:51
Ja, wenn du die häufig genug hast, summiert es sich sehr.
Matze
00:24:54
Das stimmt, ja. Aber ich meine, alle Charaktere haben ja irgendwie eine Wandlung durchlebt. Also gut, ich vielleicht die Chefin nicht ganz und der andere Hotelangestellte nicht, aber die Freunde, die sich dann auch wirklich ausgesprochen haben, die sich zwischendurch streiten sogar, weil sie zu viel aussprechen, aber am Ende doch wieder zusammenfinden. Der Verleger, der dann auch ein bisschen ruhiger wird, finde ich, dass das Buch fertig werden muss. Und der Schriftsteller, der halt nochmal einen neuen Ansatz findet, sein Buch zu beenden.
Wolfgang
00:25:25
Ja.
Matze
00:25:26
Was natürlich fies ist, ist, wo Mikoto und Taku zu dem Jäger sagen, sie wären Berggeister und sagen, es wäre ein Fluch und er sich an der schießt, tatsächlich.
Wolfgang
00:25:39
Ja, das stimmt schon, das ist schon ein bisschen fies, aber die haben das ja nicht mit böser Absicht gemacht. Die haben sich da ja nicht gedacht, hey, wir erschrecken den jetzt so, dass der sich irgendwie mit seinem Gewehr erschießt. Zum Glück, denn sie brauchten ja sein Gewehr später noch für die Heimreise.
Matze
00:26:01
Ja, das stimmt. Und sie haben probiert ja dann auch, dass der Jäger gebahnt wird, dass er sich nicht erschießen soll, dass das wirklich eine Zeitschleife ist. Finde ich auch wirklich gut an dem Film, dass wirklich so viel Positives drin steckt und die Leute wirklich positiv reagieren auf alles und das wirklich ins Positive alles kehren. Das ist wirklich, finde ich, richtig schön an dem Film.
Wolfgang
00:26:21
Ja, ich glaube, das ist aber auch was, was wir echt brauchen, positive Filme oder positive Geschichten. Und ich finde es auch schön, wenn man es mal vielleicht so betrachtet, die sind in einer wirklich ausweglosen Situation und verzweifeln dann natürlich am Anfang. Ich glaube, so wird es uns auch gehen. Also mir auf jeden Fall. Also wenn ich jetzt in der zwei Minuten Zeitschleife stehe, ich glaube, ich würde auch mal so leicht wahnsinnig werden. Aber der Film zeigt dann ja auch ganz gut, hey, damit du wirklich eine Chance hast auf eine Erlösung irgendwie oder auf Hoffnung, brauchst du auch so die Kraft des Guten irgendwo. Ich meine, vielleicht interpretiere ich zu viel rein. Aber ich fand einfach so diese positive, humorvolle Stimmung, die hat mir echt viel Spaß gemacht. Also das war für mich eine sehr, sehr runde Geschichte einfach.
Matze
00:27:13
Ja, aber da sprichst du auch was an mit den zwei Minuten, mit dem Wahnsinn. Ich glaube, wenn es zu lang geht sowas und du hast wirklich immer nur diese zwei Minuten und weißt nicht, wie kommst du da raus. Ich meine, guck dir den Verleger an, der unten im Bad ist. Der muss immer erst hochkommen. Er ist schon Zeit vergangen, bis er dann irgendwas machen kann. Vergeht wieder Zeit.
Wolfgang
00:27:37
Ja.
Matze
00:27:38
Seine Haare sind ja die ganze Zeit mit Schaum, weil er den nicht rauswaschen könnte. Er könnte wahrscheinlich den Zellbluten rauswaschen. Aber dann hat er ja keine Zeit mehr für andere Sachen.
Wolfgang
00:27:46
Dann ist der Schaum auch gleich wieder drin einfach.
Matze
00:27:48
Ja.
Wolfgang
00:27:49
Ja, ja.
Matze
00:27:50
Also ich glaube, das würde einen wirklich wahnsinnig machen. Auf Dauer.
Wolfgang
00:27:54
Ja, absolut. Also ich glaube, dann ist die Bill-Mary-Version wahrscheinlich ein bisschen angenehmer, wenn du den ganzen Tag hast. Aber auch er wird ja irgendwann wahnsinnig und möchte sich mit dem Toaster frittieren, indem er mit dem zusammen in die Badewanne steigt. Also ich glaube, für uns Menschen und fürs menschliche Gemüt ist es wahrscheinlich gar nicht so gesund, in der Zeitschleife festzustecken.
Matze
00:28:20
Außer man ist natürlich die Person, die davon nichts mitkriegt und immer wieder zurückgesetzt wird, die dann halt keine Erinnerung mehr daran hat.
Wolfgang
00:28:27
Ja, ja, ja. Du hast vorhin schon angefangen mal mit Trivia-Facts und hast mich ja schon mit deinem ersten Trivia-Effekt sehr überrascht. Also der Tatsache, dass jeder Loop tatsächlich exakt zwei Minuten lang ist. Was hast du sonst noch auf deinem Zettel an spannenden Trivia-Facts?
Matze
00:28:46
Gut, also der größte Teil der Schauspieler gehört zu einer Theatergruppe, die Europe Kikaku heißt.
Wolfgang
00:28:52
Ah, wirklich?
Matze
00:28:53
Ja, die spielen halt viel zusammen. Da gehört auch die Schauspielerin Mikoto dazu. Wer nicht dazu gehört, ist der Schriftsteller, die Chefin, Tarko und die Zeitreiseagentin. Die Zeitreiseagentin ist sogar so ein Idol.
Wolfgang
00:29:10
Ah, okay, das wusste ich gar nicht.
Matze
00:29:14
Es ist schon interessant für dich, vor allem, dass sie so eine ganze Schauspielgruppe nehmen und die hat auch schon in dem ersten Film mitgespielt wohl.
Wolfgang
00:29:21
Ah, okay, okay.
Matze
00:29:23
Und das Hotel, das hier gedreht wurde, gehört der Familie von Rico Fujitani. Das ist ja, die Mikoto spielt. Das gehört der Familie. Und da waren auch Stammgäste und Nachtwarn waren auch Teil des Drehs. Das finde ich auch mega cool. So ein Trivia-Fact. Dass du dein Hotel hast, das gehört deinen Eltern. Okay, komm, wir drehen hier. Ich glaube, günstiger kannst du keinen Drehort bekommen.
Wolfgang
00:29:43
Ja, ich wollte es gerade sagen. Wahrscheinlich war das Budget sehr überschaubar von diesem Film.
Matze
00:29:50
Ja, und dann haben wir noch, dass das Wetter sich natürlich geändert hat, was man im Film auch sieht.
Wolfgang
00:29:54
Ja.
Matze
00:29:54
In Minutentakt mancher, mancher haben die Schneeräume Wasser aufwischen, mancher konnten sie dann auch nicht weiterdrehen, weil es zu viel Schnee war. Wird aber im Film auch erklärt ein bisschen. Man muss halt gut zuhören, weil der Naturwissenschaftler meint, außerhalb geht es ja weiter. Das ist ja nur örtlich begrenzt. Und dass die Wetter- oder die Weltlinie sich immer weiter bewegt und dadurch soll erklärt werden, dass halt immer wieder Schnee ist, mal kein Schnee. Aber eigentlich war es so, dass die immer wieder drehen konnten, dann nicht drehen konnten, dann immer wieder drehen konnten. Und daran lag das.
Wolfgang
00:30:31
Also sehr spannend. Ich erinnere mich, als wir den Film angeschaut haben, haben wir auch darüber gesprochen. So, hä, guck mal, das Wetter ist wirklich in jeder Szene irgendwie ein bisschen anders. Da ist jetzt Schnee, da regnet es und so. Da frage ich mich jetzt natürlich, wurde vielleicht da die ein oder andere Szene oder vielleicht der ein oder andere Dialog noch so hin improvisiert, damit es ein bisschen stimmiger ist, damit man die Dreharbeiten da überhaupt durchführen kann?
Matze
00:30:55
Könnte sein, gleich haben wir die Szene ja nochmal gedreht, dass er dann genau das sagt und dass man dann wirklich es passend hat. Ich meine, zu entschuldigen wäre es, weil es war ja schon heftig teilweise. Es war auch mega glatt und dann mit den Schuhen teilweise, wo die laufen mussten, war wohl auch nicht so einfach.
Wolfgang
00:31:13
Ja, so diese traditionellen japanischen Schuhe, die haben jetzt nicht so ein richtig gutes Profil.
Matze
00:31:18
Ja.
Wolfgang
00:31:19
Aber wenn ich mir das so anhöre, Matze, dann klingt das für mich echt spannend. Also auf der einen Seite klingt es ein bisschen wie so ein Low-Budget-Projekt. Man hat irgendwie die Location von der einen Schauspielerin, von den Eltern genommen, hat noch ein paar Nachbarn hergekarrt als Statisten, man hat hier so eine Theatergruppe etc. Also man hat hier schon finanziell erstmal wenig investieren müssen wahrscheinlich. Auf der anderen Seite finde ich den Film aber so von den Schauwerten doch ganz gut. Also der wirkt jetzt optisch auf mich jetzt nicht wie ein Low-Budget-Film. Ich meine, die haben jetzt da keine krassen Special Effects drin und so. Das macht es natürlich auch nochmal ein bisschen besser. Aber sonst auch von der Beleuchtung, vom Bild her. Zum Ton kann ich nicht viel sagen. Wir hatten uns den ja synchronisiert angeschaut. Aber das hat für mich irgendwie alles gepasst, oder?
Matze
00:32:11
Ja, für mich auch. Und auch quasi diese ganzen, dass das alles so One-Shots sind, die immer in zwei Minuten gedreht werden. Und wirklich exakt. Und ich finde es halt krass, dass du sagst, okay, komm, das war jetzt mega geil geschauspielert. Ihr habt das mega toll gemacht, aber wir müssen es nochmal drehen. Ihr wart eine Sekunde drüber.
Wolfgang
00:32:28
Ja, aber so One-Shots finde ich generell super beeindruckend. Da gab es nochmal so einen Film, der hieß, glaube ich, Victoria. Der spielt in Berlin. Ein abendfüllender Spielfilm. Dauerte mir eineinhalb Stunden und das ist ein One-Shot. Und der ist mega beeindruckend. Die Story ist vielleicht nicht so mega weltbewegend. Das ist halt so ein Berlin-Film. Aber die haben da, glaube ich, dreimal oder so angesetzt, den zu drehen. Und das fand ich ziemlich cool. Und gab es nicht letztes Jahr auf Netflix eine Serie, die hieß Adolescence, aber englisch ausgesprochen, wo die einzelnen Folgen auch so One-Shots waren.
Matze
00:33:11
Ich habe gar nicht von gehört.
Wolfgang
00:33:12
Ja, das ist ein ziemlich haales Thema, hat nichts mit Zeitreise zu tun. Also die Serie fand ich cool, es sind irgendwie nur, weiß nicht, fünf Folgen oder so oder sechs, aber jede Folge ist auch ein One-Shot. Mega beeindruckend. Also, wenn du da fast durch bist dann mit deinem Dreh und denkst, ah Mist, jetzt hat das eine Timing hier nicht gepasst. Verpfleg's nochmal.
Matze
00:33:40
Ja, auf jeden Fall. Und ich meine, vor allem als Schauspieler denkst du dir, ich hab so eine gute Arbeit abgeliefert. Das war doch echt geil. Und dann musst du es nochmal machen.
Wolfgang
00:33:52
Ja, ja.
Matze
00:33:55
Das ist schon krass.
Wolfgang
00:33:57
Ja, da muss man sich halt nächstes Mal mehr anstrengen, sorry.
Matze
00:34:00
Ein bisschen schneller sein.
Wolfgang
00:34:01
Ja, ja.
Matze
00:34:01
Aber ein bisschen schneller die Treppe hoch. Ja, dann haben wir halt noch, T.P. Bonn. Das ist eine Zeitreiseserie. Es gibt einen Manga und einen Anime davon. Ich habe mir den Anime auch angeguckt nach dem Film, weil ich mal gucken wollte, wie das so ist. Macht Spaß. Gibt zwei Staffeln mittlerweile davon.
Wolfgang
00:34:21
Ja.
Matze
00:34:22
Es hieß, am Anfang hatte ich herausgefunden, dass es angeblich eine Hommage an diese Serie sein soll.
Wolfgang
00:34:28
Okay, sag mir gar nichts.
Matze
00:34:30
Aber ist es wohl nicht. Es ist wohl, aber die Verbindung ist halt nur eher das Motiv von dieser geheimen Zeitpatrouille, die Sachen in der Zeit fixen möchte, und halt eine defekte Zeitmaschine und halt das da unbeabsichtigt, was mit der Zeit passiert.
Wolfgang
00:34:49
Ja.
Matze
00:34:49
Es ist halt ab und zu in der Serie auch, Nicht immer, aber ab und zu. Die haben auch so Geräte, dass die Leute vergessen können oder vergessen, wenn sie jemanden getroffen haben von der Zeitpatrouille tatsächlich. Sieht man jetzt in dem Film nicht, weil die haben ja trotzdem noch die Erinnerung daran.
Wolfgang
00:35:07
Ja.
Matze
00:35:09
Und in der Serie gibt es auch nicht irgendwie, dass der Freund auf dem Mond lebt, wie die Zeitreiseagentin ja sagt, dass ihr Freund in der Zukunft auf dem Mond lebt. Ich dachte mir, ich gucke die Serie mal an und wie gesagt, die war ganz cool. Kann man sich angucken, ist halt Anime, ne? Japanisch, ja.
Wolfgang
00:35:27
Ja, aber ich sag mal, ich glaube Leuten, denen solche japanischen Filme gefallen, die sind vielleicht auch in einem Anime nicht ganz abgeneigt.
Matze
00:35:39
Da gehe ich auch stark von raus.
Wolfgang
00:35:41
Da gibt es vermutlich so eine gewisse Überschneidung.
Matze
00:35:44
Aber Wolfgang, hattest du eine Lieblingsszene?
Wolfgang
00:35:48
Eine Lieblingsszene? Also, ich habe es schon mal angesprochen, was mir sehr, sehr gut gefallen hat, war tatsächlich diese Szene mit den zwei Freunden beim Essen, weil, das war so eine lustige Situationskomik, wo der eine halt feststellt, er kann jetzt, kostenlos essen die ganze Zeit. Das fand ich ehrlich gesagt ziemlich cool und so ganz am Schluss, wo dann diese Zeitreiseagentin am Start ist und dann hat der ja Probleme mit der Zeitmaschine und dann kommt raus, ja die Zeitmaschine, die braucht jetzt halt irgendwie noch Energie und, die Energie, die wird dann durch diesen Jäger bereitgestellt, der dann mit seinem Gewehr da entsprechend schießen muss, um diese Startenergie irgendwie, bereitzustellen, das fand ich irgendwie auch lustig, weil das so ultra absurd war. Ja, also das war es für mich. Wenn ich mir auf eine Sache festlegen muss, dann waren es diese zwei Freunde beim Essen, die fand ich echt super.
Matze
00:36:57
Ja, ich fand es diesmal gar nicht so einfach, weil du ja immer diese zwei Minuten Timeloops hast. Und das sind ja eigentlich quasi immer eine Szene. Aber wenn ich so überlege, würde ich schon sagen, diese Endszene mit der Zeitreiseagentin, die Mikoto dann halt auch sagt, dass ihr Freund auf dem Mond wohnt und sie hat auch diesen gleichen Anhänger, oder diesen kleinen Talisman, den auch Mikoto hat, wo sie am Fluss steht und betet immer. Und ich glaube, da ist so diese, Der Knackpunkt, wo Mikoto auch dann wirklich merkt, sie muss Taco gehen lassen.
Wolfgang
00:37:34
Ja.
Matze
00:37:35
Weil sie merkt halt, gut, sie hat einen Freund auf dem Mond. Das ist viel weiter weg als jetzt zum Beispiel Frankreich. Das sagt sie ja auch am Ende. Und weiß nicht, diesen Punkt ist schon irgendwie meine Dittlingsszene, dass das da so zusammenkommt.
Wolfgang
00:37:49
Ja, stimmt, das ist auch eine gute Szene. Aber ja, der Film, der hat viele lustige Szenen, viele gute Szenen. und es lohnt sich auf jeden Fall, sich den anzuschauen. Auch hier würde ich aber sagen, das ist jetzt kein Film, der dafür geeignet ist, dass du abends den ein bisschen anschaltest, so zum Abschalten für dich, wenn du einen stressigen Tag hattest. Dann würde ich den nicht empfehlen, weil wenn du da nicht aufpasst, dann verpasst du halt einfach viel.
Matze
00:38:18
Weil gerade dadurch, dass du diese Zwei-Minuten-Zeit-Periode hast, du siehst immer was Neues. Ich habe ihn ja nochmal geguckt zwischendurch.
Wolfgang
00:38:25
Ja.
Matze
00:38:26
Und ja, du achtest halt auch ein bisschen mehr auf andere Sachen noch und denkst dann so, okay, das ist da. Sie kommt halt ja schon am Anfang vor, die Zeitreiseagentin, da kommt sie zwischendurch nochmal vor und fragt, ob jemand sich mit Maschinen auskennt und dann sagt sie ja, nein, dann geht sie wieder.
Wolfgang
00:38:44
Ja.
Matze
00:38:45
Also solche Sachen, so Kleinigkeiten, die dir dann auffallen, auch wie mit dem Schnee und dem, Eis, wie oft denn da wirklich Schnee liegt, wie oft kein Schnee liegt, wie oft es einfach nur nass ist, fällt dir halt immer mehr auf, wenn du am Anfang den Film schon gesehen hast und auch drüber gesprochen hast, dass es ähm, Echt seltsam ist, dass die ganze Zeit das Wetter sich ändert.
Wolfgang
00:39:07
Ja, ich glaube, das ist ein Film, der davon profitiert, dass man sich den vielleicht nur einmal anschaut und nicht so extrem aufmerksam ist und es dann einfach hinnimmt zu, okay, da ist irgendwas mit dem Wetter. Und es ist ja auch echt cool zu sagen, hey, wir haben das Problem beim Dreh mit dem Wetter, jetzt überlegen wir uns vielleicht, wie wir es irgendwie einbauen, dass es so halbwegs passt und dass man da nicht so einen riesen Stress hat.
Matze
00:39:28
Damit könnten wir auch zu unseren Kategorien kommen, würde ich sagen, oder?
Wolfgang
00:39:32
Ja, würde ich auch sagen. Wir haben ja fünf verschiedene Kategorien und die erste ist Gesetze des Zeitreisens, also so Dinge wie, wie geschickt werden denn so die Zeitparadoxe im Film behandelt oder werden die Regeln der Zeitreisen konsistent eingehalten? Jetzt muss man sagen, bei dem Film ist es natürlich so, mit diesen zwei Minuten Time Loops, die sich immer wieder wiederholen sind irgendwie so die Möglichkeiten schon überschaubar, was man da tun kann also man kann zwar kommunizieren jetzt mit den ganzen anderen Leuten, das bleibt ja auch bestehen, Aber im Vergleich zu anderen Filmen ist es halt nicht so, dass ich irgendwas verändere und dadurch wird was anderes verändert. Aber naja, das ist die Regel halt in diesem Film und die Regel heißt, alle zwei Minuten wird alles zurückgesetzt außer dein Gedächtnis, kann man glaube ich so sagen. Und das passt schon ganz gut. Also wir haben ja auch zwei Todesfälle, nee, drei Todesfälle eigentlich. Wir haben diesen Chef, der wird erstochen. Wir haben also regelmäßig, dann haben wir den Jäger, der sich mit dem Gewehr erschießt und wir haben den Agenten vom Schriftsteller, der sich aus dem Fenster stürzt.
Matze
00:40:47
Der Schriftsteller, nicht der Agent.
Wolfgang
00:40:49
Stimmt, der Schriftsteller stürzt sich aus, nicht der Agent. Also die drei haben wir, die leben danach alle wieder. Der Reis füllt sich auf. Okay, ich sage das jetzt nicht mehr mit dem Reis. Aber das ist schon sehr konsequent, finde ich, und auch konsistent. Das wird alles wieder zurückgesetzt. Und wir haben jetzt schon auch die Tatsache, dass sich dann das Wetter verändert. Und ja, wenn die das im Film sagen, dann müssen wir es so hinnehmen, weil wir vielleicht in dieser kleinen Zeitblase irgendwie drin sind. Also insofern würde ich sagen, im Rahmen des Films ist mir da nichts aufgefallen, was da irgendwie dagegen verstößt, wenn man sich die Regeln anschaut. Und deswegen will ich da auch fünf Punkte geben.
Matze
00:41:31
Ja, kann ich gut verstehen, weil mir ist auch nicht aufgefallen, dass es irgendwelche Schnittfehler gibt, die Zeitparadoxe beherbergen könnten, wenn man näher drüber nachdenkt. Die Regeln, wie gesagt, werden eingehalten, wie du schon sagst, zwei Minuten. Das willst du da auch großartig anders machen. Und wie wir schon festgestellt haben, es sind wirklich immer exakt zwei Minuten. Es ist nicht weniger, nicht mehr. Es sind wirklich exakt zwei Minuten. Da wurde wirklich drauf geachtet. Und dadurch, finde ich, hast du echt einen runden Film bekommen, der seine Zeitreisegesetze in Form von Zeitschleife umsetzt, beibehält und nicht zu beanstanden hat. Und deswegen von mir auch 5 von 5 Punkten.
Wolfgang
00:42:15
Ja. Und ich glaube, bei so einem Film mit so kurzen Zeitschleifen wäre es ja durchaus auch leicht möglich gewesen, da Fehler einzubauen, dass man irgendwie was falsch irgendwie zurücksetzt oder da irgendwie was falsch macht. Aber mir ist ja gar nichts aufgefallen.
Matze
00:42:28
Hätte man ja auch vielleicht irgendwelche Kleinigkeiten, die sich dann ändern, vielleicht merken können, die anders sind. Aber es war halt immer wieder gleich. Die kamen mal früher aus ihren Räumen, weil sie ja schon wussten, was auf sie zukommt, klar. Aber das kannst du ja nicht als Filmfehler oder als Zeitparadoxer sehen. Es ist ja normal, wenn Sie sich alle daran erinnern, bleibt nichts so, wie es ist.
Wolfgang
00:42:49
Ja, also fand ich auch so.
Matze
00:42:53
Ja, dann haben wir Mode und Technik als nächstes. Welche Zeitperioden werden im Film besucht? Wie gut sind sie dargestellt? Gibt es kreative Interpretationen vergangener oder zukünftiger Trends? Gibt es sehr unrealistische Darstellungen einer Zukunft, die vielleicht nur 10 oder 20 Jahre entfernt ist? Es spielt halt in unserer Zeit und Modetechnik ist halt, was wir kennen oder was man in Japan kennt, sagen wir es mal so. Was wir hier kennen, wahrscheinlich nicht, aber wenn man japanische Filme guckt und ein bisschen der japanischen Kultur sich auseinandersetzt, sind halt alles Sachen, die man wiederfindet. Die, sei es ein Kimono- Die normale Kleidung und Technik wie ein Laptop hat halt der Schriftsteller. Dann haben wir natürlich technisch mäßig noch die Zeitmaschine von der Zeitagentin, die halt auch sehr witzig aussieht. Sieht aus wie so ein Holzfass schon fast.
Wolfgang
00:43:45
Ja, die ist schräg.
Matze
00:43:47
Ja, die ist schon echt geil. Und ja, sie läuft mit Bioöl, wo sie dann halt Bier reinschütten als Bioöl. Und ja gut, sie brauchen eine gewisse Kraft, was dann natürlich die Gewehrkugel ist, was du ja vorhin schon erwähnt hast und das ist schon unrealistisch würde ich nicht sagen, weil es ist halt eine Zeitmaschine aus der Zukunft. Wer bin ich zu sagen, das ist unrealistisch. Ich meine, in der Zukunft sehen wir nicht, wir sehen diese Zeitmaschine. Was man vielleicht noch sagen kann, die Mode von der Zeitagentin, die sieht ganz cool aus. Was ich sagen muss, die erinnert so ein bisschen finde ich so, manche Charaktere aus Sailor Moon vielleicht, also nicht gerade die Sailor Kriegerin an sich, aber so ja, mit diesen Stiefeln und so, ist so eine gute, aber wirkt so ein bisschen wie diese Bösewichte, und ein bisschen wie Cosplay in der Welt, also ich meine Japan ist ja, nur Cosplay Hochburg aber das hat halt wirklich wie ein Cosplay gewirkt in dieser Welt von denen und das finde ich schon that's cool. Und ja, Da habe ich auch nichts zu beanständigen und würde auch 5 von 5 geben.
Wolfgang
00:45:01
Ja, ich meine, da hat es sich der Film natürlich auch ein bisschen einfach gemacht, dadurch, dass er in der Gegenwart spielt. Da muss man nicht irgendwie spekulieren, wie jetzt irgendwie was in der Zukunft so aussieht. Und auch bei Zeitreisegeschichten, die in der Vergangenheit spielen, ist es für viele auch oft schwierig, die Vergangenheit vernünftig darzustellen. Das ist ja oft dann auch so eine Fantasy-Vergangenheit, vor allem je weiter man zurückreist. Insofern ja, also für mich hat das auch alles gepasst. Auch die Darstellung von der Zeitreiseagentin zum Thema Zeitmaschine etc. Kommen wir im nächsten Punkt nochmal. Aber hier würde ich auch sagen, fünf Punkte, also fand ich gut. Das heißt, war nicht originell, aber ist halt bei der Gegenwart, die ist halt nie original. Das ist halt die Gegenwart. Originell wird eigentlich immer nur die Zukunft, wenn man die darstellt. Und da können wir direkt anschließen mit unserem dritten Punkt und zwar Zeitreisetechnik. Und da haben wir ja so Punkte wie, wie innovativ ist die Methode der Zeitreise, würde das technologisch überhaupt Sinn machen, so rein theoretisch, realistisch sind vielleicht wissenschaftliche Aspekte der Zeitreise, wenn es im Film erklärt wird. Das machen ja manche auch, dass man mit so einer Fantasy-Wissenschaft dann versucht Dinge zu erklären. Und dann hatten wir auch noch was wie wie sind die Effekte zum Zeitreisen wenn es da irgendwelche gibt etc. Du hast ja schon ein bisschen was erzählt über die Zeitmaschine also ich sag mal so hätte ich mir eine Zeitmaschine so vorgestellt nein ist es originell. Ja, es ist genauso originell wie Steampunk. Das ist halt hier kein Steam, sondern das ist halt einfach Holz-Punk, Wood-Punk vielleicht. Insofern ja, eine gewisse Originalität ist drin. Und ich sage mal, bei den meisten in Anführungszeichen ernst gemeinten Science-Fiction-Filmen, würde ich es richtig dämlich finden, wenn es dann eine Zeitmaschine aus Holz gibt, weil das ist halt nicht wirklich Science-Fiction, wie ich mir die vorstelle. Aber dieser Film hier, der ist halt so skurril, dass da eine Hochglanz-Zeitmaschine schwer gepasst hätte. Also jetzt am Schluss noch in den letzten fünf oder zehn Minuten noch so eine Hard-Sci-Fi-Variante von der Zeitmaschine, die kurz erklärt wird. Das hätte für mich da gar nicht reingepasst, weil der Film ist für mich jetzt nicht so ein krasser Science-Fiction-Film, sondern eher so eine Art Zeitreise-Märchen vielleicht. Und da passt auch so ein märchenhaftes Ding ganz gut rein. Effekte gibt es da jetzt nicht wirklich viele. Wir hören einen Gewehrschuss. Es ist ein Soundeffekt. Wir sehen die Stiefel vielleicht ein bisschen glänzen. Ja, ich würde sagen, ich gebe da drei von fünf. Es ist nicht so mega krass, dass mich so super fasziniert, aber es passt gut rein und es ist jetzt nicht super schrottig irgendwo. Also für den Film ist es gut. Deswegen liege ich da einfach in der Mitte mit drei von fünf.
Matze
00:48:12
Das Ding ist, ich finde die halt sehr charmant, diese Zeitreisemaschine oder die Zeitmaschine. Und auch wie sie dann da drinnen sitzen, durch dieses Fensterchen, das sieht halt sehr cute aus, um ehrlich zu sein.
Wolfgang
00:48:24
Ja, absolut.
Matze
00:48:27
Und ich meine, theoretisch auch Sinn, dass die Zeitschleife auslöst, indem es versucht, Zeitparadoxer zu verhindern. Finde ich ganz cool gelöst, dass man das so sagt, dass die Zeitmaschine das verursacht, um halt das zu verhindern. Auf der anderen Seite ist es aber auch so, finde ich, in der Technik, ja gut, sie verhindert das, aber die Leute erinnern sich ja. Wäre es nicht besser, wenn die Leute sich nicht erinnern in der Zeitschleife? Also wissen sie nachher von der Zeitschleife die wissen weil man bekommt ja nicht mit, dass sie jetzt vergessen, dass sie die Zeitreiseagentin gesehen haben, sie haben halt dieses Wissen, in der Zukunft gibt es sowas, schützt das dann wirklich noch von der Zeitanomalie oder von der sowas ich mag es ein bisschen zu bezweifeln, vielleicht von der Zeitanomalie, aber von einem Zeitparadoxon vielleicht nicht wirklich, deswegen würde ich sagen also würde ich dem Ganzen, weil die Zeitreise der echt cute ist mit ihr da drinnen und, diese ganze Handlung, wie sie dann hochlaufen und das Zeug reinschütten und draufschießen und dann, dass sie dann durchstartet, würde ich halt auch drei von fünf geben. Ja. Das schließe ich mich an. Und dann kommen wir zur Story. Wie leicht oder schwer ist die Handlung zu verstehen? Gibt es verwirrende Zeitlinien oder wird die Geschichte klar präsentiert? Was stellt einen beim zweiten Anschauen auf? Und wie ist der Film Humor, Spannung und so weiter. Also ich fand die Handlung jetzt nicht so schwer zu verstehen. Vor allem, da wir ja so viele unterschiedliche Geschichten quasi in einem haben, weil jeder irgendwie, in der Story an sich, an sich selber wächst und halt mit den Leuten wieder zusammenkommt oder halt mit Leuten redet. Es werden Sachen zum Besseren gemacht. Das finde ich eigentlich echt cool. Ansonsten ist der Film jetzt Spannung, vielleicht ein bisschen Humor, sehr viel finde ich, also es ist ein sehr humorvoller Film man lacht auch sehr gern mal macht schon Spaß, einen zweiten anschauen mir hat es mir mehr aufgefallen, wann so mal kein Schnee lag, wann Schnee lag wann es geregnet hat oder wenn es nur nass war, Aber das macht den Film jetzt auch nicht schlechter beim zweiten Mal anschauen. Verwirrend war es nicht, weil es gibt ja keine Zeitlinien, die sich verändern. Und es wird halt auch klar präsentiert. Es wird gesagt, zwei Minuten. Es wird gesagt, die Zeitebene zwischendurch bewegt sich weiter. Die sind in der Blase. Da bleiben die auch drin. Die kommen halt nicht raus. Wahrscheinlich passt es auch nicht von der Zeit her. Es würde niemals passen, dass die da rauskommen. So habe ich es empfunden. Dass die Maschine da schon aufpasst. Wie gesagt, Story ist gut zu verstehen, macht Spaß, ist lustig, man lacht viel, man kann sich gut drauf einlassen, finde ich, wenn man nippanische Filme mag.
Wolfgang
00:51:22
Ja.
Matze
00:51:23
Und ich würde für die Story an sich auch eine 5 von 5 geben.
Wolfgang
00:51:30
Ja, ich kann mich da vielen Dingen anschließen. Ich fand es auch jetzt nicht so super schwer, der Handlung zu folgen und die zu verstehen. Aber man muss halt schon dabei sein. Also so nebenher noch auf dem Second Screen irgendwie was anderes machen oder sich dann vielleicht auch noch nebenher viel irgendwie unterhalten oder so. Dann wird es, glaube ich, ein bisschen schwierig. Ist dann glaube ich aber nicht so, dass man gar nicht kapiert, um was es geht, aber man verpasst halt einfach was. Es ist schon ein Film, der gewinnt, wenn man dran bleibt, weil viele von diesen witzigen Sachen, die sind auch nur richtig witzig, wenn man halt so diese Entwicklung auch miterlebt oder mitverfolgt halt von den Figuren. Ja, also das hat mir gut gefallen. Zweites Mal habe ich noch nicht gesehen, leider aus Zeitgründen, aber ich werde den auf jeden Fall irgendwann nochmal anschauen, denn ja, ich fand ihn gut. Auch was du gesagt hast, was so Zeitlinien oder so angeht, ja, das gibt es hier gar nicht so. Wir haben vielleicht schon so die ein oder andere Parallelhandlung, vor allem so die Geschichte mit der, ja, vielleicht diese Liebesgeschichte oder die Geschichte, dass. Ich kriege die Namen schon wieder durcheinander, dass sie ihn liebt oder er nach Frankreich möchte. Genau, das haben wir natürlich, haben wir auch so die einzelnen Geschichten von den Charakteren, vom Schriftsteller etc. Aber es ist jetzt nicht so super krass parallel irgendwelche Puzzleteile, die dann erst am Schluss zusammengesetzt werden. Und das finde ich aber auch gut. Für mich ist der Film in erster Linie ein humoristischer Film, ein lustiger Film, eine Zeitreise, Komödie irgendwo. Gibt auch schon natürlich den einen oder anderen Punkt, der so ein bisschen ernster ist. Geht um Verantwortung in dem Film. Auch ein bisschen um den Wahnsinn. Aber ja, mir hat das sehr, sehr, sehr viel Spaß gemacht. Und ich würde sagen, für mich, ja, ich würde dem 4 von 5 geben. Da ist noch ein bisschen Luft nach oben. Also 5 Punkte sind für mich schon immer so diese richtigen Leckerschmeckerfilme. Aber ich würde dem 4 von 5 geben für die Story. Fand ich echt gut. Hat mich gut unterhalten. Ja, und dann, Matze, haben wir noch den letzten Punkt. Die Ethik, also so Fragen wie, wie werden ethische Fragen im Zusammenhang mit der Zeitreise diskutiert, da haben wir ja im einen oder anderen Film durchaus ethisch fragwürdige, Konstellationen gehabt, wo, Figuren versucht haben, da durchaus das Zeitreisephänomen zum eigenen Vorteil zu nutzen oder einfach auf die Ethik komplett zu pfeifen für einen eigenen Vorteil. In dem Film, ja es gibt schon so ein paar Sachen, da hatten wir auch schon jetzt drüber gesprochen, die vielleicht nicht so hundertprozentig okay sind für uns als Zuschauer. Also gerade so die Geschichte mit den Waldgeistern, woraufhin sich dann der eine Typ da dieser Jäger erschießt. Ja, das ist natürlich nicht so super cool, denn sie haben ja nicht gewusst, ob das der letzte Loop ist. Wenn du davon ausgehst, dass es weitergeht, dann ist es vielleicht nicht so wild, wobei die Frage ist ein bisschen, ah, das weiß ich gar nicht mehr so aus dem Gedächtnis, vielleicht kannst du mir weiterhelfen. Wie ist denn die Erinnerung von den Leuten, die sterben? Wissen die danach noch, dass sie gestorben sind? Also wusste der Jäger danach, dass er sich erschossen hat? Ja, oder?
Matze
00:54:56
Ja, das wusste ich ja.
Wolfgang
00:54:57
Ja, und ich glaube, das ist schon krass. Also wenn du dich daran erinnerst, wie du dich erschossen hast, ich sage mal, da braucht man vielleicht die ein oder andere Delfin-Therapie, um da wieder vernünftig durchs Leben gehen zu können und vielleicht auch wieder schlafen zu können. Also das ist schon, ja, ist jetzt nicht so mega ethisch. Aber im Großen und Ganzen fand ich das auch okay. Also da waren es keine sonstigen Dinge dabei, wo ich dachte, boah, das ist wie total fies. Und auch so die andere Frage, die wir uns noch aufgeschrieben haben, wie verantwortungsbewusst gehen die Leute eigentlich mit der Macht der Zeitreisen um? Also sie haben ja nicht so die Macht, dass sie bewusst eine Zeitreise machen können. Und das fällt dann schon so ein bisschen raus sie wissen zwar, wenn sie jetzt irgendwie Quatsch machen, dann wird so das ganze Materielle so zurückgesetzt, aber die Gedanken bleiben da, und ja, da passieren natürlich auch Sachen also der Agent vom Schriftsteller der da irgendwie nackt aus der Dusche kommt ich meine, der schockiert da Leute, die erinnern sich da noch dran aber ja, unterm Strich fand ich da jetzt nichts super krasses, deswegen wäre ich da auch bei 4 von 5. Wie sieht es bei dir aus?
Matze
00:56:17
Ja, die Ethik. Ich finde halt auch, dass da jetzt nichts wirklich gravierendes ist. Ich meine, sie sagen dem zwar, sie sind diese Berggeister und er ist verflucht, aber sie gehen ja nicht davon aus, dass er sich erschießt. Sie machen das ja nicht absichtlich los. Wir sagen dir das jetzt, der erschießt sich. Da sind sie ja auch sehr bedrückt drüber, dass das passiert. Und wollen ja auch alles daran setzen, dass er das nicht mehr macht, dass man den erreicht. Genau wie bei dem Schriftsteller. Der ist auch nicht gerade ethisch, indem er sich da aus dem Fenster wirft, wo er weiß, da unten steht das junge Mädchen oder die junge Dame und er sieht, wie er stirbt oder alle anderen sehen, wie er stirbt. Ich meine, für ihn ist es, er tut ja so, ob es cool für ihn wäre, zu dieser Erfahrung. Er will sie kein zweites Mal haben, aber die Erfahrung war gut für ihn. Aber man muss ja auch bedenken, sollte man das machen, wenn da unten noch Leute stehen, die man kennt oder die einen kennen? Sollte man vielleicht nicht. Und auf der anderen Seite haben wir natürlich diese ganzen positiven Sachen, wie es wird so hingebekommen, dass die nicht mehr von der Straße abkommen. Dass die Freunde sich wieder vertragen oder nicht mal richtig aussprechen können. Dass der Schriftsteller und der Verleger halt auf den Punkt kommen, dass das Buch so und so viel besser ist. Dass Mikoto und Tako zueinander finden mehr und sie halt mehr eingestehen kann, dass er gehen muss. Dass der Chef von dem eigentlich mehr stirbt. Das sind alles halt diese ganzen positive Sachen. Und ich finde, die Positivität setzt das Ganze wirklich ethisch nach oben, da kann man die Sachen, die da nicht so ethisch sind, wirklich schon ein bisschen nach hinten verdrängen. Und deswegen würde ich auch vier von fünf geben.
Wolfgang
00:58:09
Ja, absolut cool. Die haben auch keine böse Absicht. Die Dinge, die vielleicht nicht ethisch aus unserer Perspektive so ganz okay sind, die passieren ja auch nicht aus Boshaftigkeit, sondern manchmal auch einfach aus Naivität oder Unwissenheit.
Matze
00:58:24
Was man vielleicht hätte noch aufnehmen können an ethisch, wäre die Zeitreiseagentin an sich. Gut, ich meine, sie kann ja nichts dafür, dass die Zeitmaschine das gemacht hat. Aber die Frage ist halt auch, warum landet sie dort?
Wolfgang
00:58:38
Ja.
Matze
00:58:39
Ich meine, sie hat ja am Anfang gebetet, aber sie war ja eigentlich wegen diesem Gegenstand da. Und ich meine, sie sollte ihre Zeitmaschine erkennen, dass sowas passieren könnte.
Wolfgang
00:58:49
Ja.
Matze
00:58:50
Vielleicht ist das nicht ganz so ethisch gewesen, aber auch das wäre ja...
Wolfgang
00:58:55
Also da haben wir schon ganz was anderes erlebt, Matze.
Matze
00:58:59
Oh ja, das stimmt allerdings.
Wolfgang
00:59:03
Ja, hey, damit wären wir schon beim Fazit vom Film. Also ich glaube, ich brauche gar nicht so super viel erzählen und wahrscheinlich ist es auch keine große Überraschung. Ich fand den Film echt eine gute Unterhaltung. Mir hat er viel Spaß gemacht. und ja, ich muss natürlich sagen, man muss auf die Art von Film auch stehen, also es ist kein Mainstream-Film, definitiv nicht, der braucht schon sein spezielles Publikum, das sowas irgendwo zu schätzen weiß. Ich habe mich da gut unterhalten gefühlt, ich fand die Machart gut, ich fand die Idee mit diesen super kurzen Zeitschleifen plus die Leute behalten ihre Erinnerung, das hat mir viel Spaß gemacht und, ja, ich fand es auch schön, dass der Film nicht so super lang gedauert hat. Also ich freue mich ja immer, wenn ich einen Film anschaue, der dauert nicht irgendwie zweieinhalb Stunden. Also das ist für mich immer schon so ein Ding so, okay, so ein langer Film, brutal. Also ich liebe ja so 90 Minuten Filme, bin ich großer Fan von. Und deswegen mache ich es kurz, wenn ihr Bock habt, oder wenn ihr so japanische oder asiatische Filme mögt und Bock habt auf einen lustigen Film, dann schaut euch den an. Das ist eine kleine Produktion, Es ist nicht so Bombast-Effekt-Kino. Aber wenn man das alles berücksichtigt, würde ich sagen, ist das für mich ein Vierer. Also nicht Vierer-Note in der Schule, wie ich damals im Musikunterricht. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Sondern für mich sind das vier Punkte einfach.
Matze
01:00:34
Und ich muss sagen, der Film... Ist echt cool. Ich habe ihn jetzt schon einmal davor gesehen, bevor wir ihn zusammen geguckt haben und dachte mir, den müssen wir bringen. Und damit wir zusammenhalten, hat man halt auch nochmal cooler, weil wir dann auch ein paar Sachen zusammen entdeckt haben, die mir vorher gar nicht so aufgefallen sind. Mit dem Wetter hatte ich beim ersten Mal nämlich einfach hingenommen und erst, wo wir zusammen geguckt haben, dachte ich mir so, ja stimmt, das Wetter ist schon krass. Und dann im Nachhinein erst nochmal, dass man dann erst informiert, sich informiert und dann erst feststellt, okay, das ist halt Teil dieser Zeitreise. Ja, ansonsten die ganzen Geschichten der Leute, wie die Charaktere sind, wie die untereinander agieren, das ist wunderbar und wunderschön gemacht, finde ich, weil die einfach so zusammen, diese Schauspielerei, merkt man halt, dass die sich kennen. Die meisten, wie gesagt, sind ja von diesem Theater-Assemble. Und die sind zusammen und man merkt halt, die kennen sich einfach. Und dadurch haben die halt auch eine Chemie miteinander und auch mit den Charakteren, die extra dazu kommen, die passt einfach. Und diese ganze Charakterentwicklung von Mikoto zum Beispiel, oder Mikoto ist ja eigentlich so die Hauptfigur im Film, Und, dass sie nachher dann einsehen muss, ja, oder einsieht, dass Taku gehen muss, um sich selbst zu verwirklichen, wie er sein möchte, und sie auf ihn warten möchte, finde ich wunderschön geschrieben.
Wolfgang
01:02:03
Ja.
Matze
01:02:04
Und ohne diese Zeitreise hätte sie das halt nie hinbekommen. Das habe ich ja vorhin schon gesagt. Das wäre für sie richtig schwer gewesen, Taku gehen zu lassen. Und ich finde, der Film finde ich gut ein, gerade diesen Szenen, wo sie dann halt weglaufen wollen und immer wieder in die Richtung, in die Richtung und immer wieder ist da jemand anders, der sie entdeckt. Und sie wollen ja ein kleines Date daraus noch machen in zwei Minuten. Ja, also durch die Punkte, die ich gegeben habe und weil der Film wirklich so herzerwärmend ist, finde ich, würde ich auch vier von fünf geben.
Wolfgang
01:02:40
Ja, sehr cool. Matze, wir waren uns jetzt echt sehr viel, sehr häufig einig, was für den Film spricht.
Matze
01:02:48
Ja, würde ich auch sagen. Aber hatten wir denn wirklich schon mal so krass auseinander? Ich glaube bisher noch nicht, oder?
Wolfgang
01:02:55
Jetzt nicht komplett. Wir hatten das schon durchaus mal in einigen Kategorien, dass wir da schon nochmal zwei, drei Punkte auseinander lagen. Ich glaube, das gab es schon. Aber so vom Fazit war es meistens schon ähnlich, weil wir beide den Film entweder echt gut fanden, wie zum Beispiel unseren Feel-Good-Baseball-Movie, oder weil wir beide vielleicht es nicht so ganz geil fanden wie Hot-Up-Time-Machine.
Matze
01:03:24
Erinnere mich nicht daran, bitte.
Wolfgang
01:03:27
Ich erinnere dich an Teil 2, den wir bei mir angeschaut haben.
Matze
01:03:31
Nein, bitte nicht. Das war so schlimm.
Wolfgang
01:03:33
Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Ja, der war furchtbar. Da war alles kaputt. Ja, Matze, mir hat es Spaß gemacht. Mein erstes Mal dieses Jahr.
Matze
01:03:46
Ja, mir ist auch Spaß gemacht und ihr könnt halt gleich im Outro, nicht im Intro, im Outro schon mal überlegen, welcher Film kommt vielleicht als nächstes.
Wolfgang
01:03:57
Ja.
Matze
01:03:58
Auf jeden Fall werden demnächst auch nochmal ein paar Special Episoden kommen, ein paar Zeitfragmente.
Wolfgang
01:04:03
Da bin ich sehr gespannt drauf.
Matze
01:04:05
Ja, ich habe schon ein paar Leute gefragt, die mit mir auch was aufnehmen würden.
Wolfgang
01:04:09
Ja.
Matze
01:04:10
Finde ich sehr cool.
Wolfgang
01:04:11
Ja, mega.
Matze
01:04:12
Ja, und ja, dann würde ich sagen, so am Ende und sagen, danke, dass ihr eingeschaltet habt.
Wolfgang
01:04:19
Ja, vielen Dank.
Matze
01:04:21
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Wolfgang
01:04:24
Ja, bis bald. Wünsche euch was.
Matze
01:04:26
Ciao. Wow, eine Zeitagentin und ihre Zeitmaschine war die Ursache. Das habe ich irgendwie nicht erwartet.
Wolfgang
01:04:35
Nun, vielleicht treffen wir sie ja eines Tages wieder und sie kann uns helfen.
Matze
01:04:41
Das wäre cool. Aber wann geht es denn weiter?
Wolfgang
01:04:45
Es geht in genau jetzt.
Matze
01:04:48
Na, dann mal gucken, was uns als nächstes erwartet.
Wolfgang
01:04:51
Wow!
Track 3
01:04:54
Wo sind wir?
Matze
01:04:55
Das sieht aus, Mitte des 20. Jahrhunderts.
Wolfgang
01:04:58
Es ist das Jahr 1955 und wir sind in den USA.
Matze
01:05:03
Schau dir diese Rathausuhr an. Was macht denn dieser Typ da?
Wolfgang
01:05:08
Hm, könnte das ein Wetterexperiment sein?